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Das Reprosys Kinderwunsch Zentrum will im Bereich der Untersuchung und Behandlung der Sterilitätsprobleme helfen und Lösungen anbieten – für die, die es brauchen. Durch unsere Dienstleistungen möchten wir bei unseren Patienten helfen, die Sterilitätsursache von weiblicher und männlicher Seite zu ergründen, sie individuell beraten und behandeln, die mentale Belastung bei ihnen zu mindern, sie zum Kindersegen zu helfen. Unsere Tätigkeit charakterisiert eine holistische Betrachtungsweise, die sowohl die medizinischen als auch die alternativmedizinischen (naturheilkundlich) Weisen zu Hilfe ruft.

Untersuchungsprotokoll für Frauen

  • Erste Untersuchung:
    • Ultraschall
    • Zytologie
    • HVTR
  • STD screening (Chlamydia trachomatis, Neisseria gonorrhoeae, Mycoplasma genitalium, Ureaplasma urealyticum/parvum,Gardnerella vaginalis,Trichomonas vaginalis, Atopobium vaginae)
  • Durchgängigkeit-Test der Eileiter
    • HSG
    • HYCOSY
    • LSK/HSK
  • Brust Untersuchung
    • Brust bimanuale und Ultraschall (unter 40 Jahre)
    • Bei Bedarf Mammographia (über 40 Jahre)
  • Hormone
    • 2-5 Tageszyklus Hormone (FSH, LH, Östradiol, Prolaktin, total Testosteron, DHEA-s, AMH, SHBG, TSH, T3, T4)
    • 18-21 Tageshormone: Progesteron
  • Serologische Blutuntersuchung (HIV I-II., Cytomegalovirus (CMV), Herpes simplex Virus (HSV) 1-2, Hepatitis B Virus, Hepatitis C Virus, Rubeola Virus, Varicella Zoster Virus (VZV), Treponema pallidum (Lues), Toxoplasma gondii)
  • Allgemeine Laboruntersuchung „grosse Routine” + Blutgruppe und Antikörper-Screening
  • Optionale / empfohlene Tests
    • Insulinresistenz
    • Haematológiai szűrővizsgálat
    • Immunologische  Screening
    • NK Zelle
    • Karyotyping
    • Lungenröntgen
    • EKG

Untersuchungsprotokoll für Männer

  • Andrologische (manuale) Untersuchung/andrologische Beratung
  • Spermiogramm
  • Allgemeine Bakteriologie
  • STD Screening
    • Chlamydia trachomatis
    • Neisseria gonorrhoeae
    • Mycoplasma genitalium
    • Ureaplasma urealyticum/parvum
    • Gardnerella vaginalis
    • Trichomonas vaginalis
    • Atopobium vaginae
  • Serologische Blutuntersuchung
    • Hepatitis B Virus
    • Hepatitis C Virus
    • Treponema pallidum (Lues)

Ausführbare assistierte Reproduktionsverfahren

 

  • In-vitro-Fertilisation und Embryonentransfer (IVF-ET)
  • In-vitro-Fertilisation und Embryonentransfer mit eingefrorenen eigenen Geschlechtszellen oder mit Geschlechtzellen von Spendern
    • Mit eingefrorenen eigenen Spermien oder mit Spermien von Spendern
    • Mit eingefrorenen eigenen Geschlechtszellen oder mit Geschlechtszellen von Spendern
  • Embryonen-Transfer mit Embryos von Spender
  • Gameta intrafallopialer Transfer (GIFT)
  • In-vitro-Fertilisation und Intratubare Transfer
    • Pronukleare Stadium Transfer (PROST)
    • Zygote-Transfer (ZIFT)
    • Embryonen-Transfer (TET)
  • Intrazellplasmatische Samenzellen Injektion (ICSI)
    • Intrazellplasmatische Samenzellen Injektion (ICSI)
    • Intrazellplasmatische Samenzellen Injektion und Mikrochirurgie Nebenhoden (epididymale) Samenzellen Aspiration (ICSI - MESA)
    • Intrazellplasmatische Samenzellen Injektion und testiculare Samen Extraktion (ICSI - TESA)
  • Assistierte Hatching (AH)
  • Embryonen-Einfrieren
    • In-vitro-Fertilisation mit Embryonen Einfrieren
    • In-vitro-Fertilisation und Embryonentransfer mit  Embryonen Einfrieren
    • Embryonentransfer nach Auftauung der tiefgekühlt eingelagerten Embryonen
    • In-vitro-Fertilisation mit Embryonen durch Befruchtung aufgetauter weiblichen Geschlechtszelle
  • Künstliche Samen Einbringung
    • mit Samen von Ehemann (AIH) oder Lebensgefährten (AIP)
    • mit Samen eines fremden Mannes (AID)

Die am häufigsten verwendeten assistierten Reproduktionsverfahren

  • Zyklusmonitoring und gesteuertes Sexualleben

Wenn bei der Untersuchung des Paares keinen Grund festgestellt wurde, der die Entstehung der Schwangerschaft behindern würde (sogenannte unerklärliche Unfruchtbarkeit), so gibt es die Möglichkeit, im spontanen oder im mit Medikamente stimulierten Zyklus die genaue Zeitpunkt des Eisprungs zu bestimmen. Im spontanen Zyklus ohne medizinische Behandlung, die den Eisprung unterstützen, im stimulierten Zyklus aber durch Follikel stimulierende Medikamente kann man durch Ultraschallkontrollen nachweisen, ob es zum Eibläschenwachstum und damit zur Eizellreifung kommt. Bei unauffälliger Eizellreifung lässt sich außerdem der Eisprung und damit der optimale Zeitpunkt für die Befruchtung und so für das Zusammensein vorhersagen, die nach der Eisprungspritze dem Paar vorgeschlagen wird. Dann gibt’s Möglichkeit, die Einnistung mit Gelbkörperhormonen zu unterstützen.

  •  Insemination

Bei leichter Fruchtbarkeitsstörung des Mannes (leicht verringerte Gesamtspermienzahl , oder verringerter Prozentsatz beweglicher Spermien), falls die Eileiter durchgängig sind, soll man die homologe intrauterine Insemination wählen. Darunter versteht man die künstliche Übertragung  des männlichen Samens in die Gebärmutter. Wenn die Samen des Partners nicht befruchtungsfähig sind, so gibt es Möglichkeit auf eine heteorologe intrauterine Insemination – mit Spender Samen. Dabei ist es eine Voraussetzung, dass die Eileiter durchgängig sind. Bei heteorologen Insemination müssen beide Partei des Paares einverstanden sein, und mit dem Prozess zustimmen. Dazu muss die Einverständniserklärung unterschrieben werden. Auf die im eigenen, nicht im stimulierten Zyklus entwickelten Follikel basierend, im Interesse der Vermeidung von Mehrlingsschwangerschaften ist der Zweck die Vergrösserung des Follikel in kleineren Zahl (1-3) durch feine Hormonstimulation. Die Entwicklung der Follikel sowie der Aufbau von Endometrium werden durch Ultraschall beobachtet und überprüft. Aufgrund der Grösse der Follikel, der Schleimhautstärke und den Ovulationstests kann der Eisprung im Laufe des Zyklus gut prognostiziert werden. Es wird sonst bei einer bestimmten Follikelgrösse meistens medizinisch induziert, dadurch kann die optimale Zeitpunkt der Insemination bestimmt werden. Zur Insemination

Vom Ablauf her ist an dem Tag der Insemination zunächst der Mann gefragt, indem er eine frische Samenspende abgibt. Nach Aufbereitung der Samenprobe bei uns im Kinderwunschzentrum wird bei der Frau die intrauterine Insemination durchgeführt – mit Hilfe eines dünnen flexiblen Katheters werden die aufbereiteten Samen über den Gebärmutterhals in die Gebärmutter eingespritzt. Dieser Prozess ist in der Regel schmerz- und komplikationsfrei, Die Chance mit der Insemination in Verbindung mit einer Hormonbehandlung eine Schwangerschaft zu erzielen, liegt bei 10-15% pro Zyklus.

  • In-vitro-Fertilisation

Wenn die in vivo Behandlungen nicht erfolgreich sind, oder bei den Fällen, wenn von denen kein Erfolg erwartet werden kann ( hierbei können wir die 2 häufigsten erwähnen: die Eileiter sind nicht durchgängig, oder dessen erworbener Fehlbestand, bzw. hochgradige Unfruchtbarkeit des Mannes, das sogenannte Oligo-Astheno-Teratozoospermia [OAT Syndrom ]), so kann der In -Vitro-Fertilisation- Embryonen Transfer verwendet werden. Dabei bekommt die Frau – abgesehen von der sogenannten spontan-Zyklus IVF – mit Tabletten und Spritzen eine kombinierte Vorbehandlung, die Ovulation zu induzieren, es ist die sogenannte kontrollierte ovariale Hiperstimulationsbehandlung; Zweck der Behandlung ist, dass im Laufe der Behandlung mehrere reife Eizellen entstehen. Die heranwachsenden Eibläschen (Follikel) müssen durch Ultraschall- und Hormonbehandlungen kontrolliert, sowie die Eizellen zusammen mit der Eisbläschenflüssigkeit  mit Ultraschall-Überwachung mit einer über die Vaginawölbung geleitete Punktionsnabel in der optimalen Zeitpunkt abgesaugt werden (Follikelpunktion). Von denen können dann unter laboratorischen Umstände – bei Notfall mit der Verwendung sogenannter Mikromanipulations Verfahren (ICSI, Assisted Hatching), die die Befruchtung erleichtern, mehrere Embryos produziert werden. Im Laufe des Embryonentransfers werden ein oder zwei aus den so entstandenen Embryos, die am besten eignen, eingesetzt. Der Embryotransfer, die Zurücksetzung der Embryos über Gebärmutterhals braucht keine Vollnarkose, nach 1-2 Stunden Ruhe kann der Patient entlassen werden. In 12-14 Tage nach dem Einsetzen wird Blutabnahme gemacht, die dann den Erfolg der Intervention beweist. Die Chance auf eine Schwangerschaft durch IVF Behandlung liegt bei 30-40% pro Zyklus, die vom Alter, von hormoneller Lage, von Grundkrankheiten (z.B. Zuckerkrankheit, Hypertonie ) und vom Lebensart ( z.B. Übergewicht, Stress, Rauchen, übermässige Alkoholkonsumation etc…) des Paares abhängt.

 

  • Kryokonservierung

Wenn bei einer IVF- oder ICSI-Therapie mehr befruchtete Eizellen entstehen, als für den Embryotransfer vorgesehen sind, können diese eingefroren werden. Das nennt man Kryokonservierung. Die Lagerung erfolgt im Vorkernstadium in flüssigem Stickstoff bei -196 Grad Celsius und ist über viele Jahre möglich. Sollte die erste Behandlung nicht zu einer Schwangerschaft geführt haben oder nach Geburt eines Kindes ein weiterer Versuch anstehen, kann auf die eingefrorenen Zellen zurückgegriffen werden. Nur qualitätsmässig ausgezeichnete Embryos dürfen kryokonserviert werden, bei denen die „Überlebensrate” nach der Auftauung laut Erfahrungen bei 70% liegt. Der Vorteil einer Behandlung mit eingefrorenen befruchteten Eizellen besteht in der deutlich geringeren Belastung für die Frau: Hormonelle Behandlung, Follikelpunktion und Narkose entfallen. Die Gefahr eines Überstimulationssyndroms besteht nicht. Durch Zyklusmonitoring oder im medizinisch vorbereitetem Zyklus wird auf die Eizellenreifung und auf den Aufbau der  Gebärmutterschleimhaut aufgepasst. Der Embryonentransfer kann erst ab die Zeitpunkt des Eisprungs – voraussichtlich oder medizinisch assistierte – geplant werden. Die aufgetaute, Embryos teilen sich auch im weiteren gut, sie werden mit Hilfe eines Katheters in die Gebärmutter gesetzt. Ab dem Eisprung fangen wir mit der Gelbkörper Unterstützung an, um die Schleimhaut zum Einbetten vorbereiten zu können. Die Entstehung der Schwangerschaft kann 2 Wochen nach dem Eisprung - mit Schwangerschafts Schnelltest (aus Urin) oder durch den Blutspiegel von Beta-hCG Schwangerschaftshormon überprüft werden. Die Schwangerschaftsrate nach Kryokonservierung liegt mit knapp 25-30 Prozent je Embryotransfer, hängt aber auch von dem Alter, hormonellen Zustand, der Grundkrankheit und der Lebensweise der Patienten.

Kryokonservierung von Spermien : wenn der Mann vor dem Eizellenaufbringung wegen medizinischer oder anderer Ursache nicht fähig ist, eine Samenprobe abzugeben, ist es möglich, die Spermien vorher zu kryokonservieren. Wenn es nötig ist, können sie aufgetaut und zur Befruchtung angewendet werden. Patienten mit Krebs, bei denen eine agressive Therapie durchgeführt werden muss, sollen über die Verfahren, die die Befruchtungsfähigkeit aufbewahren können, informiert werden. Strahlbehandlung und / oder Chemotherapie können zur Befruchtungsprobleme führen, darum ist es empfehlenswert, die Spermien vor der Behandlung noch zu kryokonservieren, um später Kinder haben zu können.

Kryokonservierung von Hodengewebe: Falls das Ejakulatum keine Spermien enthält (azoospermia),  kann Hodengewebeprobe durch Hodenpunktion oder Hodenbiopsie genommen werden und sie kann hinsichtlich der Spemien unter Mikroskop untersucht werden. Wenn es in den Gewebeproben befruchtungsfähige Spermien gibt, können die  kryokonserviert werden und später können sie beim Bedarf aufgetaut und zur Befruchtung mit ICSI Behandlung verbraucht werden.

Ablauf von In vitro fertilisation

1.

Der Eizellenentnahme geht eine hormonelle Stimulationsbehandlung voraus. Diese Hormonbehandlung soll nach Möglichkeit in beiden Eierstöcken mehrere Eizellen zur Reifung bringen,, damit mehrere befruchtungsfähige Follikel gewonnen werden können. Der Beginn der Stimulationsbehandlung kann oft längerfristig im Voraus geplant werden. Durch eine blockierende Vorbereitungsphase (“Down Regulation“) wird der Organismus an die zukünftige Stimulation „gestimmt”, so erfolgt eine gewisse Ruhigstellung des Eierstocks, Diese blockierende Behandlung kann durch Pilleneinnahme, in Form eines Nasensprays oder von täglichen subcutanen Injektionen durchgeführt werden. Vorteil der blockierenden Vorbereitungsphase ist, dass durch die Unterdrückung der körpereigenen Regulation des Eierstocks die Stimulation tatsächlich komplett von außen durch den Arzt reguliert werden kann.

In der nächsten Stimulationsphase werden die Eierstöcke durch FSH (Follikel Stimulations Hormon) und LH (Luteinisation Hormon) stimuliert - rein oder als kombiniertes Präparat.

Während der Hormonbehandlung muss die bestimmte Portion dieser Hormone ( abhängig vom Gewicht und Alter) täglich in nah gleicher Zeit in Form einer subcutan Injektion eingegeben werden. Die Portionierung der Medikamente wird bis zum Anfangstermin der Behandlung ganz genau erklärt bzw. demonstriert, so kann sie der Patient oder der Partner erlernen, dann ist es nicht mehr nötig, jeden Tag zum Arzt zu gehen. Aufgrund der Ultraschallbefunde (Follikelgröße und -Zahl, Gebärmutterschleimhautentwicklung, Muttermundschleimentwicklung ) und der eventuell durch Blutabnahme erhobenen Hormonbefunde kann in etwa der richtige Zeitpunkt der Auslösung des Eisprungs festgelegt werden. Wann die Follikel die optimalste Grösse erreicht haben, wird die notwendige HCG (Human Choriongonadotropin) Hormonspritze zum Eisprung kurz vor der Eizellentnahme eingegeben, so kann die Eizellentnahme kurz vor dem Eisprung in der optimalsten Zeit durchgeführt werden.

 


2.

Per ultraschallkontrollierter Punktion der Eierstöcke durch die Scheide und dem nachfolgenden Absaugen der einzelnen Eibläscheninhalte (Follikelpunktion) will man dem natürlichen Eisprung zuvorkommen, die 36 Stunden nach der Eisprung stimulierende Injektion erfolgt. Die Zellen werden unter Mikroskop gesucht und aus der Eibläschenflüssigkeit in ein Medium, das speziale Nährstoffe enthält, mit - der Eibläschenflüssigkeit ähnlichem - Zustand eingelegt, und auf 37 Celsius Grad inkubieren wir die 3-5 Tage lange – in den Inkubatoren mit entprechenden Kohlendioxid-, Stickstoff- und Sauerstoffsphäre. Die Follikelpunktion dauert im Durchschnitt 5-15 Minuten lange – je nach Menge der

abzusaugenden Follikel. Für diesen kleinen operativen ambulanten Eingriff bieten wir eine Kurznarkose an, so dass ein längerer Nachbeobachtungszeitraum nicht notwendig ist. Der Heimweg sollte dann mit einer Begleitperson erfolgen. Der Zeitpunkt der Entlassung wird vom Operateur bzw. dem Anästhesisten festgelegt.
 

3.

Die Samengewinnung sollte unmittelbar vor oder während des Eingriffs der Follikelpunktion in den entsprechenden Räumen der Praxis durch Masturbation erfolgen. Es sollte mindestens 3 Tage vor der Eizellentnahme keine Ejakulation mehr erfolgen. Da es auf Befehl und Frist unter fremden Umstände keine leichte Aufgabe ist, besteht die Möglichkeit, die Samen in einem speziellen Gewinnungsgefäß von Zuhause mitgebracht werden zu können, falls drauf aufgepasst wird, dass die Zeitdauer zwischen der Samengewinnung und der Abgabe 2 Stunden nicht übertreten darf.

Konnten keine Spermien im Ejakulat  gefunden werden, in der Fachsprache als „Azoospermie“ bezeichnet, stehen andere Methoden zur Verfügung: Herausgewinnung der beweglichen, befruchtungsfähigen Spermien durch Operation (percutan Spermaaspiration [PESA], oder durch Hodenbiopsie [MESA, TESE])

MESA (microsurgical epidydimal Spermaspiration=mikrochirurgische Nebenhoden Spermaaspiration): bei dieser mikrochirurgischen Methode werden Spermien aus Nebenhoden mit Hilfe eines dünnen Zuganges ( Kanül) rausgewonnen. Die erhaltene Menge ist im allgemeinen so wenig, dass die direkte Gewebeabnahme von Hoden notwendig ist (TESE).

TESE (testicular sperm extraction= Spermienextraktion  aus Hoden): Das Wesen des Verfahrens ist , dass das Gewebe direkt aus den Hoden entnommen wird, oder durch percutan( durch die Haut) Hodenpunktion, oder durchoffene Hodenbiopsie ( chirurgisches Freilegen von Hoden). Im allgemeinen werden mehrere Gewebeproben entnommen, und die produktivsten aus den reifen Spermien werden dann unter Mikroskop ausgesucht.

Von diesen Spermien (die oft wenig sind) oder Vorzellen kann die Befruchtung der Eizelle ausschliesslich durch die ICSI Behandlung durchgeführt werden. Sollen die oben detaillierten Alternative zum Spermiengewinn erfolglos bleiben, so stehen zur Befruchtung geprüfte Spendersamen mit ausgezeichneter Qualität zur Verfügung.

 

 

4.

Die Eizellen werden am Entnahmetag noch befruchtet. Die Eizellen und die speziell aufbereiteten Samenzellen des Ehemannes werden dann in einer Reagenzschale in den Brutschrank gesetzt. Die Befruchtung läuft dann ohne Eingriff auf natürlichem Weg ab. Bei verminderter Samenqualität, bei begrenzter Bewegung der Spermien, sowie bei häufigeren Vorkommen von Spermienanomalien, oder wenn bei einer normalen IVF Behandlung (mindestens zweimal) keine Befruchtung eingetreten ist, kann eine ICSI (ICSI, IntraCytoplasmic Sperm Injection, auch Mikroinjektion genannt)  Therapie notwendig werden. Die Erfolgsraten einer ICSI Behandlung sind auch bei sehr schlechter Spermienqualität und Spermienzahl gut und mit denen einer konventionellen IVF Behandlung zu vergleichen. Bei dieser Methode allerdings wird zur Befruchtung das Sperma

durch zusätzliche Hilfsmittel wie folgt in der Eizelle platziert. Die Eizelle wird mit einer Haltepipette fixiert. Unter einem speziellen Mikroskop wird dann eine einzelne Samenzelle in eine dünne Injektionspipette aufgezogen und direkt in die Eizelle eingebracht. Durch diese Maßnahme wird das natürliche Eindringen des Spermiums in die Eizelle nachgeahmt. Nach stattgefundener Befruchtung verläuft der Embryotransfer und die weitere Behandlung wie bei der IVF.

PICSI („Preselected“, „vorsortiert“ ICSI): Am Kopf der reifen Spermien befindet sich ein speziales Rezeptor, der die Hyaluronsäure erkennt. Die unreifen Spermien verfügen über solchen Rezeptor nicht. Hyaluron ist ein wichtiger Bestandteil der Hülle, die die Eizelle umrandet, so sind die reifen Spermien mit Rezeptor fester als die unreifen an die Eizelle auch unter normalen Verhältnisse gebunden. Laut Studien haben die gebundenen reifen Spermien wenigere DNS-Schäden.  Bei der PICSI Methode wird die Selektion von Spermien mit der Verwendung von Hyaluronsäure durchgeführt, wodurch die reifen Samenzellen mit besserer Qualität von den unreifen Samenzellen unter dem Mikroskop separiert und aufgrund ihres Erscheinungsbildes zum ICSI Verfahren ausgewählt werden können, so ist der Befruchtungserfolg durch diese Methode grösser. Egal welche Befruchtungsverfahren wir verwendet haben, wird nächsten Tag unter Mikroskop kontrolliert, wieviele Eizellen tatsächlich die Zeichen der Befruchtung (zwei Vorzellen und zwei Polkörper) zeigen.


 

5.

Der Transfer der befruchteten Eizellen in die Gebärmutter (Embryotransfer) erfolgt im Allgemeinen 2-5 Tage nach der Eizellentnahme, so werden 2-3 Embryos mit Hilfe eines dünnen Katheters unter Ultraschallkontrolle in die Gebärmutter eingebracht. Der Tag des Embryotransfers hängt unter anderen von der Menge der befruchteten Eizellen ab. Wenn weniger als 1-4 Zellen befruchtet sind, wird der Transfer 2-3 Tage nach der Punktion durchgeführt, wann die Embryos in 4-8-Zell-Stadium sind. Unter dieser Zeit kontrollieren und bewerten wir täglich die Zellteilung der Embryonen aufgrund bestimmter Kriterien, z.B. Teilungsrate, Ordnung der Zellteilung. Zum Transfer werden die qualitativ besten Embryos ausgesucht.

Bei 5 oder mehr Embryonen bemühen wir uns, die Embryos am 5-ten Tag nach der Befruchtung zurückzusetzen, das heisst Blastozystentransfer. Eine Blastozystenkultur wird am häufigsten durchgeführt, wenn viele befruchtete Eizellen mit guter Qualität zur Verfügung stehen. Dann besteht auch die Möglichkeit zur Kryokonservierung der übrigen Embryonen. (Bei einer Temperatur von minus 196 Grad Celsius können diese über Jahre in flüssigem Stickstoff gelagert (kryokonserviert) werden.)

Der Transfer der befruchteten Eizellen in die Gebärmutter (Embryotransfer) braucht nur einige Minuten und ist im allgemeinen schmerzlos. Schließlich empfehlen wir unseren Patienten, nach dem Eingriff  20-30 Minuten in unseren Ruheräume zu ruhen.

6.

Der frühe Embryo ist von einer schützenden Hülle umgeben, der sogenannten Zona pellucida. Wenn der Embryo ins Blastozysten-Stadium während seiner Entwicklung kommt, soll er diese Hülle verlassen, um sich in die Gebärmutter einnisten zu können. Hatching („schlüpfen“) wird der Vorgang genannt, bei dem der Embryo 5 bis 6 Tage nach der Befruchtung diese Hülle verlässt, um sich in der Gebärmutterschleimhaut einzunisten. Manchmal ist diese Schutzhülle zu robust und der Embryo schafft es nicht, aus ihr auszubrechen. Am Tag des Embryotransfers wird dabei die Eihülle unter dem Mikroskop mit einem feinen Laserstrahl oder mechanisch mit einer Mikropipette angeritzt und eröffnet und den Embryonen so ein einfacherer Austritt ermöglicht. Assisted Hatching ist ein Verfahren, das den Embryonen das Verlassen der Eihülle und damit die Einnistung in die Gebärmutter erleichtern soll.  Assisted Hatching sollte bei Verdickungen und Verhärtungen der Eihülle zum Einsatz kommen. 

7.

Von hormonellen Aspekte beginnt die zweite Hälfte des Zyklus mit der Entnahme der Eizellen (Follikelpunktion), die sogenannte Lutealphase.. Die Einnistungsphase beginnt in den folgenden zwei Wochen und wird durch die Gabe eines Gelbkörperhormons unterstützt.  In dieser Phase wird die Produktion der Gelbkörperhormonen mit Medikamenten unterstützt, damit das Endometrium (Gebärmutterschleimhaut) zum Einnisten von Follikel in den optimalen Zustand kommt. Die nötigen Medikamente können als intramaskulare Injektion, subkutan Injektion, Tablette oder Scheiden Zäpfchen portioniert werden.

Erst zwei Wochen nach dem Embryotransfer wird der Schwangerschaftstest durchgeführt. Dabei wird der HCG Wert (Schwangerschaftshormon) aus Blut  oder aus Urin bestimmt. 

Bei  nachgewiesener Schwangerschaft wird die  Unterstützung der Lutealphase bis zur 12. Schwangerschaftswoche fortgesetzt.